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Um Zero Hunger zu erreichen, reicht Nahrung allein nicht aus. In einer Notsituation kann Nahrungsmittelhilfe Leben retten. Doch die richtige Ernährung zur richtigen Zeit  ist entscheidend, um Lebensumstände zu verbessern und aus der Armut zu befreien.

Darum ist Ernährung ein Kernelement der Arbeit des UN World Food Programme (WFP) – als führende Organisation in der Ernährungshilfe. Trotz beträchtlicher Erfolge in den letzten Jahrzehnten bleibt schlechte Ernährung ein gravierendes und universelles Problem. Einer von drei Menschen auf der Welt ist von Mangelernährung betroffen. 150 Millionen Kinder weltweit sind unterernährt – aufgrund unzureichender Energie oder Nährstoffen. Konflikte und Naturkatastrophen vergrößern das Problem. Gleichzeitig leiden immer mehr Menschen an Übergewicht und Fettleibigkeit.

In seiner extremsten Ausprägung ist Mangelernährung lebensbedrohlich. Auf lange Sicht wirft sie Menschen und sogar ganze Länder zurück, indem sie ihre Wirtschaft und Entwicklung bremst.

Wo Mangelernährung die hilfsbedürftigsten Menschen der Welt bedroht, ist WFP zur Stelle, um zu vorzubeugen oder sie zu beseitigen. 
Lange Zeit stand im Zentrum der Arbeit von WFP: Unterernährung in Notsituationen zu beheben. In den letzten Jahren hat sich dieser Schwerpunkt erweitert und umfasst nun auch alle Formen der Mangelernährung (einschließlich des Vitamin- und Mineralstoffmangels – auch bekannt als „verborgener Hunger“) sowie Übergewicht und Fettleibigkeit. Damit erkennt WFP die Tatsache an, dass all diese Probleme gemeinsame Ursachen haben: Armut, Ungleichheit und schlechte Ernährung. 

Der Ansatz von WFP ist integrativ. Programme zielen darauf ab, die direkten Ursachen von Mangelernährung zu beseitigen beziehungsweise vorzubeugen. Sie komplementieren zudem (Partner-)Programme, die zugrundeliegende Faktoren wie fehlende Ernährungskenntnisse oder den Mangel an sauberem Trinkwasser angehen. WFP konzentriert sich dabei auf die hilfsbedürftigsten Bevölkerungsgruppen wie Kleinkinder, schwangere Frauen, stillende Mütter und HIV positive Menschen

Das Ziel von WFP ist, den Zugang und die Verfügbarkeit von gesunder Nahrung zu verbessern. WFP analysiert, warum sich Menschen nicht gesund ernähren und trifft entsprechende Maßnahmen – etwa auf Grundlage des Analyse-Tools Fill the Nutrient Gap. WFP hilft Staaten dabei, Kapazitäten für langfristige Lösungen gegen Hunger aufzubauen und trägt zu dem breit angelegten Politikdialog über Ernährung und Zugang zu Nahrung bei. 

Die heutigen komplexen und beispiellosen Herausforderungen, um eine Welt ohne Hunger zu erreichen, kann eine Organisation allein nicht bewältigen. WFP nimmt daher eine entscheidende Rolle bei multilateralen Initiativen und Plattformen ein wie dem Committee on World Food Security, dem Scaling Up Nutrition (SUN) Movement und der UN Decade of Action on Nutrition. Dies gilt auch für Partnerschaften mit anderen UN-Organisationen, NGOs der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Kleinbauern, Produzenten, Händlern und Gemeinschaften. WFP ist zudem führend, den Privatsektor in den Kampf gegen Mangelernährung als Co-Ausrichter des SUN Business Network einzubinden. 

45 Prozent
der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren sind auf Mangelernährung zurückzuführen.
2 Milliarden
Menschen weltweit leiden an Vitamin- oder Minderalstoffmangel.
13 Millionen
Frauen und Kinder erreichte WFP 2016 über Programme zur Behandlung und Prävention von Mangelernährung.