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Hauptursachen von Hunger und Mangelernährung sind von Menschen ausgelöste oder umweltbedingte Katastrophen.Sie führen dazu, dass Menschen ihre Lebensgrundlage oder gar ihr Leben verlieren und zerstören wichtige Infrastruktur. In der Folge sind weniger Nahrungsmittel auf den Märkten verfügbar.

Um überleben zu können, sehen sich viele Familien gezwungen, ihr letztes Vieh zu verkaufen und die Kinder zum Betteln oder zum Arbeiten auf die Straße zu schicken. Sie enden in einem Kreislauf aus Hunger und Armut, dem nur schwer zu entkommen ist.

Eine Kernaufgabe des UN World Food Programme (WFP) lautet: Katastrophen vermeiden, Katastrophen mildern, Vorsorge treffenWFP erreicht im Jahr rund 80 Millionen Menschen weltweit. Über die Hälfte aller WFP-Programme bekämpfen die Risiken und Folgen klimabedingter Katastrophen.

WFP beugt akuten Hunger vor und investiert in Katastrophenvorsorge und -milderung. Damit unterstützt WFP – sowohl auf Regierungs- als auch Gemeindeebene – das 2015 in Japan verabschiedete Sendai Framework for Disaster Risk Reduction.

WFP arbeitet strategisch mit Regierungen betroffener Länder zusammen, um ihre Kapazitäten zu stärken, damit sie im Fall einer Katastrophe vorbereitet sind und rasch auf deren Auswirkungen reagieren können. 

Auf lokaler Ebene setzt WFP Programme mit dem Ziel um, die Risiken von Katastrophen verringern und den Zugang zu Nahrungsmitteln zu verbessern. Dazu zählen Maßnahmen gegen Überschwemmungen, zum Boden- und Wasserschutz und zum Wiederaufbau von Infrastruktur. Über sogenannte ''Food for Assets'' oder ''Cash for Assets'' -Programme verpflichten sich die Teilnehmer, kommunale Strukturen wiederaufzubauen. Dafür erhalten sie Gutscheine für Nahrungsmittel oder auch Bargeld.

Im Bereich der Katastrophenvorsorge arbeitet WFP konstant daran, eine schnelle Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Auf den Philippinen zum Beispiel unterstützt WFP Kommunalverwaltungen in Gegenden, die besonders häufig von Katastrophen betroffen sind. Nothilfetrainings und Technik, wie zum Beispiel Wetterstationen als Frühwarnsystem, gehören zu den entsprechenden Maßnahmen.

20 Prozent
der WFP-Katastrophenvorsorge erfolgt durch Nothilfe-Programme
70 Prozent
der WFP-Katastrophenvorsorge von WFP erfolgt durch Resilienz-Programme nach Desastern
Fast die Hälfte
aller WFP-Programme in der vergangenen Dekade bekämpften die Risiken und Folgen klimabedingter Katastrophen