Skip to main content

Der Gewaltausbruch in Myanmars nördlichem Bundesstaat Rakhine hat einen Exodus ausgelöst. Hunderttausende Menschen wurden zur Flucht nach Bangladesch gezwungen.

Viele haben Zuflucht in notdürftigen Siedlungen in der Gegend von Cox’s Bazar gefunden. Dort leben sie unter extrem prekären und unwürdigen Bedingungen, die sich zunehmend verschlechtern.

Zusammen mit lokalen und internationalen Partnern leistet das UN World Food Programme (WFP) in Bangladesch Nothilfe für die Vertriebenen. Bei der Ankunft erhalten sie mit Nährstoffen angereicherte Energiekekse. Danach unterstützt sie WFP alle zwei Wochen mit 25 Kilogramm Reis pro fünfköpfiger Familie.

Gleichzeitig baut WFP ein elektronisches Gutscheinsystem aus, um alle Flüchtlinge zu erreichen, die neu in Cox’s Bazar ankommen. Die Gutscheine haben den Vorteil, dass sich Begünstigte gesünder und selbstbestimmter ernähren können, sie sind kosteneffizient und fördern die lokale Wirtschaft.

WFP ist besonders über den Gesundheitszustand von Frauen und Kinder besorgt, die nach mehreren Tagen der Flucht ausgehungert in Bangladesch ankommen.

Eine Studie von UNICEF, Aktion gegen den Hunger, Save the Children, UNHCR und WFP zeigt alarmierend hohe Mangelernährungsraten im Flüchtlingscamp Kutupalong. Nach ersten Ergebnissen ist eines von vier Rohingya-Kindern mangelernährt. Damit ist die Lage dramatischer als zunächst angenommen.

790.000
Flüchtlinge aus Myanmar haben in Bangladesch Nothilfe von WFP erhalten
26,2 Millionen US-Dollar
benötigt WFP, um vom Konflikt Betroffene und die Bedürftigsten in den aufnehmenden Gemeinden bis Ende Februar zu unterstützen
24 Prozent
aller Rohingya-Kinder im Flüchtlingscamp Kutupalong sind mangelernährt

Wie das UN World Food Programme Flüchtlingen aus Myanmar in Bangladesch hilft

  • Nothilfe

    791.300 Menschen erhalten WFP-Nothilfe (Stand: 13. Dezember). Notrationen für eine fünfköpfige Familie für zwei Wochen beinhalten 25 kg Reis, 4 kg Linsen und Öl. Zudem sind 90.000 Menschen für das elektronische Gutscheinprogramm von WFP registriert. Es erlaubt ihnen, selbständig in lokalen Geschäften Nahrungsmittel wie Reis, Linsen, frisches Gemüse, Eier oder getrockneten Fisch einzukaufen.
  • Ernährungshilfe

    Um die alarmierend hohen Mangelernährungsraten zu bekämpfen, unterstützt WFP insgesamt 140.000 Menschen – darunter Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren sowie schwangere und stillende Frauen.