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Millionen Menschen im Jemen stehen kurz vor einer Hungersnot, doch die humanitäre Gemeinschaft hat keinen ungehinderten und unmittelbaren Zugang zu den Betroffenen.

Noch nie haben so viele Menschen im Jemen gehungert. Derzeit benötigen 18 Millionen Jemeniten dringend Unterstützung. Davon sind acht Millionen – jeder Vierte im Land – stark von Hunger bedroht und auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Anteil mangelernährter Kinder ist im weltweiten Vergleich besonders hoch.

Die Ernährung der Jemeniten verschlechtert sich zusehends. Laut einer aktuellen Studie haben fast ein Drittel aller Familien nicht genügend zu essen. Viele können sich kaum Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Milchprodukte oder Fleisch leisten. Ungefähr drei Millionen schwangere und stillende Mütter sowie Kinder unter fünf Jahren benötigen Hilfe, um Mangelernährung zu behandeln und vorzubeugen.

Mehr als die Hälfte aller Familien nimmt Kredite auf, um Nahrungsmittel kaufen zu können. Das sind 50 Prozent mehr als vor der Krise. Seit September 2016 erhalten Angestellte im öffentlichen Dienst keine Gehälter mehr. Insgesamt sind aber rund 30 Prozent der Bevölkerung von staatlichen Gehältern und Pensionen abhängig.

Die humanitäre Lage im Jemen ist extrem fragil. Ist es nicht möglich, die nötigsten Hilfsgüter wie Nahrung und Medikamente unmittelbar und regelmäßig ins Land zu bringen, droht Millionen Menschen der Hungertod. WFP appelliert ausdrücklich für ungehinderten Zugang, um die Bedürftigsten zu erreichen und eine Hungersnot abwehren zu können.

18 Millionen
Menschen haben keinen Zugang zu ausreichender und gesicherter Ernährung
3 Millionen
Frauen und Kinder unter 5 Jahren sind auf Ernährungshilfe angewiesen
91,4 Millionen US-Dollar
benötigt WFP, um Nothilfe für Bedürftige im Jemen bis Februar 2019 leisten zu können

Wie das UN World Food Programme in der Jemen-Krise hilft

  • Nothilfe

    2017 hat WFP die Zahl der Unterstützten mehr als verdoppelt. Gegen Ende des Jahres konnte Nothilfe für bis zu 7,3 Millionen Menschen geleistet werden. Dennoch kann WFP derzeit nur die Hälfte der Menschen mit vollen Notrationen unterstützen, da finanzielle Mittel fehlen.
  • Logistik

    WFP leitet das Logistik-Cluster und stellt in dieser Funktion der humanitären Gemeinschaft grundsätzliche Logistik-Services für ihre Einsätze im Kampf gegen Hunger und Cholera zur Verfügung – sei es auf dem Luft-, Wasser- oder Landweg.
  • UN Humanitarian Air Service (UNHAS)

    Viele Straßen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten des Landes sind immer noch unzugänglich. Humanitäre Helfer können Familien in Konfliktzonen nur schwer erreichen. Der WFP-geführte Flugdienst UN Humanitarian Air Service (UNHAS) betreibt wöchentlich drei Flüge zwischen Dschibuti und Sanaa, um humanitäre Helfer ein- oder auszufliegen.

Benötigte Finanzierung

WFP leistet Nothilfe für die Bedürftigsten im Jemen – einer der schlimmsten Hungerkrisen weltweit. 2018 plant WFP, rund 9,5 Millionen Menschen mit Nahrung zu unterstützen.

Trotz großzügiger Zuwendungen von Gebern wie der deutschen Bundesregierung sind die finanziellen Bedarfe weiterhin hoch. Um die Hilfe bis Ende 2018 aufrechterhalten zu können, benötigt WFP aktuell 622 Millionen US-Dollar.

 

Wie Sie helfen können

Helfen Sie, Leben zu retten. Hungrige Familien im Jemen sind auf unsere Hilfe angewiesen. Retten Sie heute Leben.