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Die Hungerkrise in der von einem Konflikt erschütternden Region Kasai in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) verschärft sich weiter: Rund 3,2 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. Das ist ein Viertel der gesamten Bevölkerung.

Die Zahlen sind erschreckend: In den am schlimmsten betroffenen Gemeinden haben neun von zehn Menschen keinen gesicherten Zugang zu nährstoffreicher Nahrung – jeder Zweite leidet Hunger. Die akute Mangelernährung von Kindern unter fünf Jahren hat alarmierende 14 Prozent erreicht. Das ist weit über der Schwelle zur humanitären Krise, die offiziell bei zehn Prozent beginnt. Rund 300.000 mangelernährten Kindern droht der Hungertod.

Seit der Konflikt im August 2016 ausbrach, wurden schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen innerhalb der Region vertrieben oder mussten ins benachbarte Angola fliehen. Die Hälfte von ihnen ist inzwischen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, während 762.000 Menschen weiterhin innerhalb der DR Kongo auf der Flucht sind.

Zum zweiten Mal in Folge konnten die meisten vertriebenen Familien nichts während der Saatzeit anbauen. Vielen der Ärmsten bleibt nur eine Mahlzeit am Tag – typischerweise die Wurzeln und Blätter von Maniok, die weder genügend Protein und Vitamine, noch Mineralstoffe enthalten. Um zu überleben, müssen viele Familien Saatgut essen, das für den Anbau gedacht war. Manche Bedürftige sehen sich gezwungen betteln zu gehen oder sich zu prostituieren.

3,2 Millionen
Menschen können sich nicht ausreichend ernähren
14 Prozent
der Kinder unter 5 Jahre sind akut mangelernährt
61 Millionen US-Dollar
benötigt WFP für Ernährungshilfe bis Juli 2018

Wie das UN World Food Programme in der Kasai-Krise hilft

  • Nothilfe

    WFP unterstützt die bedürftigsten Familien mit vollen Notrationen aus Getreide, Hülsenfrüchten, Pflanzenöl und Salz. 2017 hat WFP Ernährungshilfe für mehr als 450.000 Konfliktbetroffene geleistet. In diesem Jahr sollen über 1,2 Millionen Menschen erreicht werden.
  • Ernährungshilfe

    Um Mangelernährung bei jungen Kindern, schwangeren Frauen und stillenden Müttern vorzubeugen, erhalten sie von WFP mit Nährstoffen angereicherte Spezialnahrung.
  • UN Humanitarian Air Service (UNHAS)

    WFP hat seinen Flugdienst UN Humanitarian Air Service (UNHAS) deutlich in der der DR Kongo ausgeweitet, um mehr Vertriebene in der Region Kasai zu erreichen. Flugzeuge und Helikopter sind inzwischen dauerhaft in der Stadt Kananga stationiert. Humanitäre Helfer können so schneller und flexibler die Bedürftigsten in schwer zugänglichen Gebieten erreichen.

Wie Sie helfen können

Spenden Sie heute lebensrettende Nahrung für die Bedürftigsten.