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In den nigerianischen Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa im Nordosten des Landes erschüttert der Konflikt das Leben und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen. Fast 3 Millionen leiden Hunger, 450.000 Kinder sind stark mangelernährt. Gewalt und Unsicherheit haben zur Massenflucht geführt – 1,92 Millionen Menschen leben in Camps oder in aufnehmenden Gemeinden im Land. Zehntausende haben in Nachbarländern wie Kamerun, Tschad und Niger Zuflucht gesucht. Viele von jenen, die das Land verlassen haben, kehren nun zurück. Sie benötigen Nahrungsmittel und ein Dach über dem Kopf.

In den letzten Monaten konnten die Regierung Nigerias und die humanitäre Gemeinschaft, darunter das UN World Food Programme (WFP), dank großer gemeinsamer Anstrengungen die Ernährungssituation stabilisieren. Trotzdem bleibt die humanitäre Lage angespannt und fast 3 Millionen Menschen sind dringend auf Ernährungshilfe angewiesen. WFP benötigt weiterhin finanzielle Mittel, um sowohl unmittelbare Ernährungshilfe als auch langfristige Unterstützung leisten zu können.

2,9 Millionen
Menschen leiden im Nordosten Nigerias Hunger
1,92 Millionen
Menschen sind in den Bundesstaaten Borno, Yobe und Adawama auf der Flucht
7 Millionen
Menschen in Kamerun, Tschad, Niger und Nigeria sind auf Ernährungshilfe angewiesen

Wie das UN World Food Programme in der Nigeria-Krise hilft

  • Nothilfe

    2017 unterstützte WFP monatlich mehr als eine Million Bedürftige in den am schlimmsten betroffenen Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa mit Nahrungsmitteln und Bargeldtransfers (auch über Mobiltelefone). WFP fokussierte die Ernährungshilfe auf Vertriebene, Rückkehrer und die Bedürftigsten in aufnehmenden Gemeinden.
  • Ernährungshilfe

    WFP unterstützt Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter mit Spezialnahrung, die mit Nährstoffen angereichert ist. Untersuchungen in Camps in Maiduguri im Bundesstaat Borno haben eine deutliche Verbesserung bei Mangelernährten nachgewiesen. Dennoch bleibt die Rate der Betroffenen in ländlicheren Gebieten extrem hoch.
  • Resilienz

    In Zusammenarbeit mit der Regierung Nigerias und anderen Partnern entwickelt WFP Strategien, um die kurzfristige Ernährungshilfe mit langfristigen Entwicklungsprogrammen zu kombinieren, um so die Resilienz der Bedürftigen zu stärken.
  • Logistik

    WFP unterstützt die gesamte humanitäre Gemeinschaft im Nordosten Nigerias mit Telekommunikation und Logistik. Hierzu zählen beispielsweise bessere Möglichkeiten zur Lagerung von Hilfsgütern in schwer zu erreichenden Gebieten. Dort ist der Hunger zumeist am größten.
  • UN Humanitarian Air Service (UNHAS)

    WFP bietet sicheren und zuverlässigen Lufttransport für die humanitäre Gemeinschaft in Kamerun, im Tschad, in Niger und in Nigeria an. Dazu gehören Transporte mit Helikoptern für humanitäre Helfer und für wichtige Gütern wie Medikamente, Impfstoffe und sofort verzehrbare Spezialnahrung in isolierte Gebiete.

Wie Sie helfen können

Helfen Sie, Leben zu retten. In diesem Moment sind Familien in Kamerun, im Tschad, in Niger und in Nigeria auf unsere Hilfe angewiesen.