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Der Klimawandel heizt nicht nur die Atmosphäre, sondern auch den Welthunger an. Fluten, Stürme und Dürren nehmen Menschen ihre Lebensgrundlage, weil sie Anbau- und Weideflächen zerstören. Wasser und Nahrung sind in vielen Regionen der Welt knapp und die Menschen haben es dort besonders schwer, sich abwechslungsreich zu ernähren. Möglichkeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs sind ebenso gering wie der Zugang zu besserer Bildung oder Gesundheitsversorgung.

Je nach Region drohen Ernten bis 2030 um bis zu 30 Prozent geringer auszufallen. Dadurch können steigende Nahrungsmittelpreise bis zu 100 Millionen Menschen zusätzlich in die Armut treiben. Der Klimawandel und wiederkehrende Wetterextreme treffen oft die Ärmsten, die kaum Optionen haben, um sich dagegen zu wappnen: keine sozialen Sicherungssysteme, keine finanziellen Mittel für Investitionen in eine nachhaltige Landwirtschaft.

Zwei Drittel aller Anbauflächen in Afrika und etwa ein Viertel weltweit sind degradiert und für eine nachhaltige Nutzung ungeeignet. Um zu überleben, müssen Familien oft auf Mittel zurückgreifen, die ihre Lebensgrundlagen zusätzlich nachhaltig verschlechtern. Sie überbeanspruchen ihre Ressourcen, wodurch sich zum Beispiel die Qualität ihrer Anbauflächen verschlechtert. Jede weitere Dürre, jede weitere Überschwemmung verschlechtert die Lebensgrundlage betroffener Familien und treibt sie weiter in die Spirale der Armut.

Das UN World Food Programme (WFP) unterstützt Länder und Gemeinden dabei, ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig zu verwalten, sodass sie sich selbst versorgen und gleichzeitig ihre Ressourcen für künftige Generationen schützen können. WFP-Hilfsprogramme sind so angelegt, dass sie agroökologische Produktivität und biologische Vielfalt fördern. Dazu zählen Maßnahmen zum Boden-und Hochwasserschutz sowie Bewässerungssysteme.

Vor allem in trockenen und wasserarmen  Gegenden führt Zugang zu sauberem Wasser zu einer abwechslungsreicheren Ernährung. Hinzu kommt, dass vor allem Frauen und Mädchen oft lange und gefährliche Wege zurücklegen müssen, um Wasser und Feuerholz zum Kochen zu sammeln. Verkürzt sich der Weg von ihrem Zuhause zu einer sauberen Trinkwasserstelle, dann sinken auch die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.

WFP sorgt zudem dafür, dass Familien besseren Zugang zu Märkten und Dienstleistungen haben. In sogenannten Food-for-Assets- oder Cash-for-Assets-Programmen unterstützt WFP Gemeindemitglieder mit Nahrungsmitteln oder Bargeld, die im Gegenzug etwa Straßen, Brücken oder Lagerhäuser bauen und so selbst Verantwortung für die Entwicklung ihres Dorfes übernehmen.

24 Prozent
aller Anbauflächen weltweit sind degradiert.
42 Prozent
der Ärmsten weltweit sind von degradiertem Land abhängig.