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Fehlende Finanzierung zwingt WFP, die Ernährungshilfe in Palästina zu kürzen – trotz wachsender Not

Fehlende Finanzierung zwingt WFP, die Ernährungshilfe in Palästina zu kürzen – trotz wachsender Not
Fehlende Finanzierung zwingt WFP, die Ernährungshilfe in Palästina zu kürzen – trotz wachsender Not
JERUSALEM – Das UN World Food Programme (WFP) ist mit einem gravierenden Finanzierungsengpass in Palästina konfrontiert. Ab Januar 2019 werden davon rund 193.000 der ärmsten Menschen in Gaza und im Westjordanland betroffen sein.

WFP musste bei seiner Ernährungshilfe auf Grundlage der verfügbaren Mittel neue Prioritäten setzen. Dadurch werden 27.000 Menschen im Westjordanland keine weitere Unterstützung und die übrigen nur 80 Prozent ihrer monatlichen Notration erhalten.

WFP ist besorgt, dass die Kürzungen verheerende Auswirkungen auf die Ernährung, die Lebensgrundlagen und das Wohl der Menschen in Not haben könnten.

WFP benötigt 57 Millionen US-Dollar, um 2019 die Unterstützung für 360.000 Menschen im gleichen Ausmaß fortsetzen zu können. Ohne zusätzliche Mittel muss die Hilfe weiter gekürzt werden.

"Die WFP-Hilfe war für zehntausende Menschen überlebenswichtig. Sie haben ihre knappen Mittel erschöpft, während sie mit der unverminderten und wachsenden Not umzugehen versuchten", sagt der WFP-Landesdirektor in Palästina Stephen Kearney. "Da die Kluft zwischen dem steigenden Nahrungsmittelbedarf und den verfügbaren Ressourcen immer größer wird, hat WFP keine andere Wahl, als diese schwierigen Entscheidungen zu treffen."

Der Hunger steigt und betrifft ein Drittel der palästinensischen Bevölkerung. Laut den vorläufigen Ergebnissen einer kürzlich durchgeführten nationalen Untersuchung ist Gaza am schlimmsten betroffen: Dort haben fast 70 Prozent der Bevölkerung nicht genügend zu essen.

Die WFP-Hilfe erreicht die bedürftigsten Familien, die am meisten Hunger leiden und als extrem arm eingestuft werden. Die meisten von ihnen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag und sind nicht in der Lage, ihren Grundbedarf an Nahrung, Kleidung und Unterkunft zu decken. Dass die Ernährungshilfe gekürzt wird, kann dazu führen, dass sie Mahlzeiten auslassen, zusätzliche Schulden aufnehmen und ihre Kinder von der Schule nehmen müssen. Das birgt das Risiko, die derzeitige humanitäre Krise und Instabilität im Gazastreifen zu verschärfen.

"Wir fordern die internationale Gebergemeinschaft auf, ihre Unterstützung auszuweiten und uns dabei zu helfen, noch mehr Not zu verhindern", sagte Kearney.

Die Kürzungen der Hilfe drohen, über die unmittelbaren Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Not und ihren Hunger hinauszugehen. Durch elektronische Nahrungsmittelgutscheine unterstützt WFP die lokale Wirtschaft jeden Monat mit 3 Millionen US-Dollar über ein Netzwerk aus 185 Geschäften in Gaza und im Westjordanland. Die Gutscheine schaffen erwiesener Maßen Arbeitsplätze und fördern Investitionen in den landwirtschaftlichen und industriellen Sektor. Davon profitieren kleine Unternehmen, lokale Milcherzeuger und Kleinbauern.

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Das UN World Food Programme (WFP) rettet Leben in Notfällen und hilft Millionen Menschen durch nachhaltige Entwicklung. WFP arbeitet in über 80 Ländern weltweit, ernährt Menschen, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind, und schafft Grundlagen für eine bessere Zukunft.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Bettina Luescher | WFP-Chefsprecherin Berlin | +4916099261730 | bettina.luescher@wfp.org