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Nach Zyklon in Mosambik: WFP-Exekutivdirektor fordert mehr Gelder

WFP-Exekutivdirektor fordert mehr Gelder für das vom Zyklon betroffene Mosambik
David Beasley, WFP-Exekutivdirektor, besucht das vom Zyklon zerstörte Mosambik. Foto: WFP/Marco Frattini
BEIRA/MAPUTO - Der Zyklon und die darauf folgenden Überschwemmungen haben große Teile Mosambiks zerstört. Am Ende seines zweitägigen Besuchs in Mosambik sagte der Exekutivdirektor des UN World Food Programme, David Beasley, dass die internationale Gemeinschaft die Betroffenen stärker unterstützen muss.

Beasley traf am Dienstag in Beira ein. Die Hafenstadt mit einer halben Million Einwohnern wurde am 14. März vom Zyklon Idai heimgesucht. In Beira flog Beasley über die Stadt Buzi, die von tobenden Wassermassen überflutet wurde und traf Überlebende, die in dem abgelegenen Dorf Guara Guara WFP-Hilfe erhalten.

„Das Leben der Menschen hier ist zerstört worden, sie keine Lebensgrundlage mehr, sie haben ihre Häuser verloren, sie haben ihre Felder verloren, sie haben ihre Ernten verloren, sie haben ihre Familien verloren. Und sie werden mindestens für die nächsten sechs bis zwölf Monate Hilfe benötigen, um wieder auf die Beine zu kommen“, sagte Beasley. „Die internationale Gemeinschaft muss sich jetzt mit großer finanzieller Unterstützung hinter die Menschen in Not stellen, damit WFP den Überlebenden des Zyklons Idai helfen kann.”

Schätzungsweise 400.000 Hektar Anbaupflanzen – vor allem Mais – wurden wenige Wochen vor der Haupternte im April-Mai weggespült. Auch andere wichtige Einkommensquellen wie Viehzucht und Fischerei sind stark betroffen.

Die Betroffenen benötigen nachhaltige Unterstützung – so lange, bis sie sich wieder selbst ernähren können. Arme Kleinbauern werden bis zur nächsten großen Ernte Mitte 2020 Hilfe benötigen. „Wir müssen mit der Regierung Mosambiks und den Gemeinden zusammenarbeiten. Dann können wir sicherzustellen, dass der Wiederaufbau so erfolgt, dass diese Art der Verwüstung nicht noch einmal passiert und alles besser wird. Wir brauchen Häuser, Schulen und Krankenhäuser, die Krisen standhalten“, fügte Beasley hinzu.

Die Katastrophe hat gezeigt, wie anfällig die Gemeinden für Klimaschocks sind. Diese Schocks verschlimmern den Hunger weiter. 

Seit dem Zyklon hat WFP mehr als 150.000 Menschen mit Nahrungsmitteln erreicht. In den kommenden Wochen sollen eine halbe Millionen Bedürftige Hilfe erhalten, um langfristig allen 1,7 Millionen hungrigen Menschen zu helfen.

WFP unterstützt Vertriebene in zahlreichen Schulen und Kirchen in Beira und Umgebung mit leicht zuzubereitender, angereicherter Spezialnahrung. Dazu wurden sechzig Tonnen Energiekekse ins Land gebracht und per Hubschrauber abgeworfen.

Da in den nächsten drei Monaten 86.000 Tonnen Nahrungsmittel benötigt werden, beschafft WFP derzeit große Mengen an Getreide, Pflanzenöl und angereicherten Nahrungsmitteln im südlichen Afrika und transportiert sie nach Mosambik. Wenn die Bedingungen es wieder zulassen, wird WFP Nahrungsmittel direkt vor Ort kaufen.

WFP führt den Cluster für  humanitäre Logistik und hat drei Transporthubschrauber vom Typ MI-8 und ein Frachtflugzeug nach Beira entsandt. Als leitende Organisation des Clusters für Notfall-Telekommunikation hat WFP wichtige Netzwerke aufgebaut, über die Regierungen und humanitären Organisationen die Hilfe koordieren können.

Fast 60 zusätzliche WFP-Mitarbeiter wurden nach Mosambik entsandt und 45 weitere sind auf dem Weg: Notfallkoordinatoren, Flugbetriebsleiter sowie Programm-, Logistik- und Telekommunikationsexperten. 

WFP benötigt für die nächsten drei Monate 140 Millionen US-Dollar.

Am Mittwoch traf Beasley in Maputo den mosambikanischen Präsidenten Nyusi, Minister der Regierung und Vertreter der Geberländer.

„Die Verwüstung, die ich die letzten zwei Tage gesehen habe, hat mir das Herz gebrochen. Aber ich habe auch Mut und Entschlossenheit in den Gesichtern der Mosambikaner gesehen“, sagte er. „Die schreckliche Zerstörung kann ihren Geist nicht brechen. WFP wird ihnen zur Seite stehen und die Hilfe ausbauen, um so viele Bedürftige wie möglich zu erreichen.“

„Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, schnell und großzügig zu reagieren, weil Menschenleben auf dem Spiel stehen.“

Aktuelle Fotos der Katastrophe in Mosambik stehen hier bereithttps://spaces.hightail.com/receive/QgtWAv3eqJ

Für aktuelles Videomaterial kontaktieren Sie bitte Bettina Luescher.

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Das UN World Food Programme (WFP) rettet Leben in Notfällen und hilft Millionen Menschen durch nachhaltige Entwicklung. WFP arbeitet in über 80 Ländern weltweit, ernährt Menschen, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind, und schafft Grundlagen für eine bessere Zukunft.

 

Themen
Mosambik Exekutivdirektor Überflutungen Finanzierung Naturkatastrophen
Kontakt

Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

+4916099261730

bettina.luescher@wfp.org