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UN World Food Programme erreicht eine Million Menschen nach Zyklon in Mosambik

Betroffene Familien finden nach dem Zyklon in einer Schule Zuflucht.
Betroffene Familien haben nach dem Zyklon in einer Schule Zuflucht gesucht. Dort erhalten sie eine warme Mahlzeit. Photo: WFP/Rein Skullerud
BEIRA – Nachdem Zyklon Idai Mosambik am 14. März schwer traf, hat das UN World Food Programme (WFP) inzwischen eine Million Menschen mit Ernährungshilfe erreicht. WFP baut aktuell die Nothilfe weiter aus und startet zudem Programme, die den Wiederaufbau des Landes unterstützen.

„Direkt nach dem Wirbelsturm waren die Menschen so verzweifelt", sagte Lola Castro, WFP-Regionaldirektorin für das südliche Afrika. „Dank der harten Arbeit und des Einfallsreichtums der vielen Helfer konnte die Nothilfe schnell ausgebaut werden. Die Verzweiflung ist jetzt in Hoffnung umgeschlagen.“

In enger Abstimmung mit der Regierung und der INGC, der nationalen Katastrophenschutzbehörde, plant WFP, in den am stärksten betroffenen vier Provinzen (Sofala, Manica, Tete und Sambesien) insgesamt 1,7 Millionen Menschen zu helfen, die dringend Ernährungshilfe benötigen.

  • Der erfolgreiche Ausbau der Hilfe ist nur durch großzügige Geber möglich – einschließlich derer, die flexible Gelder zur Verfügung stellen. Um die geplante Hilfe bis Ende Juni umsetzen zu können, benötigt WFP aktuell noch 130 Millionen US-Dollar.  
  • Die von der Flut und dem Zyklon betroffenen Menschen erhalten Notrationen für bis zu 30 Tage. Diese umfassen Reis- und Maismehl, Hülsenfrüchte, angereicherte Spezialnahrung und Pflanzenöl. Wo die lokalen Märkte noch funktionieren, unterstützt WFP Betroffene zunehmend mit elektronischen Gutscheinen für den Einkauf von Nahrungsmitteln. Im April sollen auf diese Weise rund 145.000 Menschen unterstützt werden.
  • WFP hat Ernährungsspezialisten in die am stärksten betroffenen vier Provinzen entsandt und mit der Behandlung moderater akuter Mangelernährung in Auffangzentren begonnen. Ein Halbjahresplan zur Behandlung von mindestens 100.000 Kindern und Frauen ist bereits ausgearbeitet.
  • Ein anhaltender Cholera-Ausbruch droht, die Mangelernährung zu verschlimmern. Bisher sind über 5.000 Menschen infiziert. WFP unterstützt drei Zentren zur Behandlung von Cholera in Beira mit Nahrungsmittelhilfe.
  • Als leitende Organisation des globalen Logistikclusters setzt WFP in Mosambik drei Transporthubschrauber vom Typ MI-8 und ein Frachtflugzeug vom Typ C-295 ein, um die Nothilfe vor Ort umfassend zu unterstützen. Zwei WFP-Amphibienfahrzeuge (SHERPS), die 1.000 Kilogramm Fracht transportieren können, sind im Einsatz und transportieren Nahrungsmittel und andere lebenswichtige Güter an sonst unzugängliche Orte.
  • Ein Schlüsselelement der WFP-Hilfe für das INGC ist die Vermessung der Schäden und Bedürfnisse durch Drohnen. WFP-Drohnenpiloten erfassen die Schäden entscheidender Infrastruktur – etwa von Krankenhäusern, Kliniken, Schulen, Straßen und Brücken. Bisher wurde die ganze Stadt Beira (insgesamt 44 Quadratkilometer) sowie mehrere Städte und Dörfer außerhalb der Stadt erfasst.
  • In den kommenden Tagen muss der Anbau für eine Ernte im Oktober-November 2019 abgeschlossen werden. Die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) hat begonnen, Mais-, Bohnen- und Gemüsesaatgut sowie Werkzeuge an 14.700 Kleinbauernfamilien in den Provinzen Sofala und Manica zu verteilen. WFP leistet Unterstützung, indem die Organisation Ernährungshilfe für die Kleinbauern und ihre Familien anbietet, um sicherzustellen, dass das Saatgut gepflanzt und nicht verzehrt wird.
  • Mehr als 700.000 Hektar Ernte – hauptsächlich Mais – wurden vor der Haupternte im April-Mai weggeschwemmt. Dadurch ist die Ernährung der Menschen zusätzlich angespannt. Andere wichtige Einkommensquellen wie die Viehzucht und Fischerei sind ebenfalls stark betroffen.
  • Die Katastrophe zeigt, wie anfällig das südliche Afrika für Klimaschocks ist. Sie zeigt auch, wie wichtig deutlich erhöhte Investitionen in die Katastrophenrisikoreduzierung und die Anpassung an den Klimawandel sind. Beides sind Schwerpunkte von WFP in der Arbeit mit gefährdeten Gemeinden – einschließlich Subsistenzbauern. 
Themen
Mozambique Klima Katastrophenvorsorge Krisen Überflutungen Naturkatastrophen Widerstandsfähigkeit
Kontakt

Bettina Luescher

WFP-Chefsprecherin Berlin

+4916099261730

bettina.luescher@wfp.org